Alarmanlagen
für Industrie und Produktion
Produktionshallen, Maschinenparks und weitläufige Areale stellen andere Anforderungen an eine Alarmanlage als ein Büro. Wir planen und installieren AJAX-Systeme für Industriebetriebe in der ganzen Deutschschweiz – von der kostenlosen Begehung vor Ort bis zur Einweisung Ihrer Schichtverantwortlichen.
Ausgangslage: Wo Industriebetriebe verwundbar sind
Bei Begehungen in Industriebetrieben zeigen sich oft dieselben Muster. Das Areal ist gross, die Gebäude sind über Jahre gewachsen, und neben der eigentlichen Produktionshalle gibt es Nebengebäude, Container, Aussenlager und Rampen. Täter interessieren sich selten für die schwere Maschine selbst, sondern für Werkzeuge, Kupfer und Buntmetall, Ersatzteile, Elektronik oder Treibstoff. Dazu kommen Betriebsräume wie Elektro- und Steuerungsräume, deren Beschädigung die Produktion länger lahmlegen kann als jeder Diebstahl.
Typische Schwachstellen
- Seiten- und Notausgänge, die selten benutzt und kaum kontrolliert werden
- Sektional- und Rolltore mit grossen Flächen
- Oberlichter, Lichtbänder und Glasfronten am Bürotrakt
- Aussenflächen mit Material, Fahrzeugen und Containern
- Zeitfenster bei Schichtwechsel oder am Wochenende, wenn nur Teile des Betriebs besetzt sind
Eine Alarmanlage für die Industrie muss deshalb mehr können, als nachts eine Sirene auszulösen. Sie muss zum Betriebsablauf passen – sonst wird sie umgangen oder gar nicht erst scharf geschaltet.
Kostenlose Begehung Ihres Betriebsareals – unverbindlich.
Unsere Lösung: AJAX-Alarmanlage für Produktion und Areal
Für Industriebetriebe setzen wir meist auf eine hybride Architektur. Der Superior Hub Hybrid verbindet Fibra-Kabelgeräte und Jeweller-Funkgeräte in einer Zentrale. Wo Kabelwege bestehen oder eine Halle neu gebaut wird, ziehen wir Fibra-Linien; eine Linie kann je nach Geräten und Kabel bis 2’000 m lang sein, die genaue Auslegung rechnen wir mit dem Planungswerkzeug des Herstellers. Wo Kabel teuer oder unpraktisch wären, etwa im Nebengebäude oder am Container, ergänzen wir Funkmelder. Jeweller erreicht im Freifeld bis 2’000 m – in Hallen mit Stahlbau, Regalen und Maschinen ist die Reichweite deutlich geringer. Darum messen wir vor Ort und planen bei Bedarf Funkverstärker ReX 2 ein.
Typische Komponenten
- DoorProtect Plus an Toren und Türen: meldet Öffnung, Erschütterung und Neigung
- MotionProtect und MotionCam (PhOD) in Hallen und Betriebsräumen; MotionCam liefert bei Alarm ein Foto zur Verifikation
- MotionProtect Outdoor und DualCurtain Outdoor mit Antimasking für Fassaden, Rampen und Lagerflächen
- StreetSiren gut sichtbar an der Fassade
- BulletCam oder TurretCam mit NVR; die KI auf der Kamera unterscheidet Personen und Fahrzeuge
Für erhöhten Schutzbedarf gibt es die Superior-Linie. Mit dem Superior Hub Hybrid und Fibra- bzw. Superior-G3-Geräten lässt sich eine Anlage nach Grade 3 der EN 50131 aufbauen – aber nur, wenn alle Komponenten diese Stufe erfüllen. Ein einziges Grade-2-Gerät stuft das ganze System auf Grade 2 herab. Das klären wir bei der Planung, besonders wenn Ihre Versicherung eine bestimmte Stufe verlangt.
Brandwarnung richtig einordnen
FireProtect 2 gibt es als Rauch-, Wärme- und CO-Warnmelder. Über die Zentrale vernetzt, warnen bei einem Ereignis alle Melder gleichzeitig. Das ist eine Brandwarnung, keine Brandmeldeanlage nach EN 54. Ist für Ihr Gebäude eine Brandmeldeanlage vorgeschrieben, entscheiden Brandschutzbehörde und Fachplaner über deren Ausführung. Unsere Brandwarnung ersetzt sie nicht, kann aber zum Beispiel in Werkstatt, Pausenraum oder Nebengebäude sinnvoll ergänzen.
Bereiche, Schichten, Rechte: Ihre Vorteile als Betrieb
Ein Industriebetrieb ist selten ganz leer oder ganz besetzt. Deshalb teilen wir die Anlage in Gruppen: Produktionshalle, Lager, Werkstatt, Verwaltung, Elektro- und Serverraum. Jede Gruppe lässt sich getrennt scharf schalten. Die Nachtschicht arbeitet in Halle A, während Verwaltung, Lager und Aussenhaut bereits überwacht sind.
- Personenbezogene Rechte: Schichtleitende erhalten Pass oder Tag für ihre Bereiche, die Instandhaltung zusätzlich für Technikräume. Ein verlorener Badge wird einzeln gesperrt.
- Protokoll: Wer wann scharf oder unscharf geschaltet hat, bleibt nachvollziehbar.
- Zeitpläne: Aussenmelder werden nach Betriebsschluss automatisch aktiv, ohne dass jemand daran denken muss.
- Szenarien: Bei Alarm schaltet ein Relay die Hallenbeleuchtung ein, und die Kameras starten die Aufnahme.
- Alarmempfangsstelle: Die Zentrale lässt sich per SIA DC-09 oder Contact ID aufschalten; Fotos und Videos werden mitgeliefert, wenn die Leitstelle das unterstützt.
Für Sie als Geschäftskunde heisst das: weniger Fehlalarme durch falsch geschaltete Bereiche, klare Verantwortlichkeiten pro Schicht und eine Anlage, die mit dem Betrieb wächst. Alle Funktionen laufen über eine Zentrale und eine App, statt über mehrere Insellösungen.
Ablauf: Kostenlose Beratung vor Ort und Projektierung
Am Anfang steht eine kostenlose Begehung mit Ihnen oder Ihrer Betriebsleitung. Wir gehen das Areal ab, schauen Tore, Zugänge, Dachzugänge und Aussenflächen an und fragen nach Abläufen: Wann beginnt die erste Schicht? Wer liefert nachts an? Welche Räume sind kritisch für die Produktion? Auch bestehende Kabeltrassen, Netzwerk und Stromversorgung nehmen wir auf.
Daraus entsteht die Projektierung: ein Plan mit Meldern, Gruppen, Leitungsführung für Fibra, Funkabdeckung und Kamerapositionen. Bei Kameras achten wir darauf, dass sie Ihr Areal erfassen, nicht aber den öffentlichen Grund oder Nachbargrundstücke, und dass Mitarbeitende nicht zur Verhaltensüberwachung gefilmt werden – das verlangt das Datenschutzgesetz. Wir beraten Sie dazu aus der Praxis; eine Rechtsberatung ersetzt das nicht. Sie erhalten eine nachvollziehbare Offerte, gegliedert nach Bereichen, damit Sie bei Bedarf in Etappen umsetzen können. Wie wir bei einer Sicherheitsberatung vor Ort grundsätzlich vorgehen, lesen Sie auf der entsprechenden Seite.
Professionelle Installation im laufenden Betrieb
Die Installation stimmen wir mit Ihrer Produktionsplanung ab. Kabelarbeiten für Fibra erledigen wir abschnittsweise, oft in ruhigeren Zeiten oder am Wochenende, damit keine Linie stillstehen muss. Funkkomponenten lassen sich ohne grössere Eingriffe in die Bausubstanz setzen – ein Vorteil in gemieteten Hallen und an Stellen, die nur mit der Hebebühne erreichbar sind.
Nach der Montage testen wir jeden Melder, prüfen die Funkqualität an der Zentrale, kontrollieren Antimasking und Sirenen und richten Gruppen, Benutzer und Szenarien ein. Danach folgt die Einweisung: für Schichtverantwortliche kurz und praktisch an der Tastatur KeyPad TouchScreen, für Administratoren ausführlicher in der App. Zum Abschluss übergeben wir eine Dokumentation der installierten Komponenten und Gruppen.
Besonderheiten für Industriebetriebe in der Region
Industriebetriebe in der Deutschschweiz unterscheiden sich stark: In der Region Basel und im Baselbiet, etwa in Pratteln oder Muttenz, prägen Hallenbauten mit Bürokopf und Aussenlager das Bild. Im Aargau sind es viele Produktions- und Zulieferbetriebe entlang der Verkehrsachsen, im Grossraum Zürich Gewerbe- und Industrieflächen in dichter Bebauung – mehr zur Stadt unter Alarmanlage Zürich. Für jedes dieser Umfelder planen wir Aussenschutz, Kameras und Zugänge anders.
Betreiben Sie neben der Produktion ein eigenes Warenlager oder einen Versandbereich, beziehen wir Rampen, Tore und Aussenflächen direkt in das Konzept ein. Möchten Sie Ihr Areal mit uns ansehen, vereinbaren Sie über das Kontaktformular einen Termin.
Häufige Fragen zur Alarmanlage in der Industrie
Wie lange dauert die Installation in einem Produktionsbetrieb?
Das hängt von Grösse des Areals, Anteil Kabel und Zugänglichkeit ab. Reine Funkbereiche sind schnell gesetzt, Fibra-Linien brauchen mehr Zeit. Grössere Anlagen realisieren wir oft in Etappen, abgestimmt auf Ihre Produktion. Den Zeitbedarf nennen wir Ihnen nach der Begehung in der Offerte.
Wovon hängen die Kosten einer Industrie-Alarmanlage ab?
Massgebend sind Anzahl Zugänge und Bereiche, Aussenschutz, Kabel- oder Funkanteil, Montagehöhen, gewünschte Sicherheitsstufe, Anzahl Kameras und eine allfällige Aufschaltung auf eine Alarmempfangsstelle. Nach der kostenlosen Begehung erhalten Sie eine transparente Offerte.
Unsere Versicherung verlangt eine bestimmte Sicherungsstufe – geht das?
Klären Sie die Anforderung zuerst mit Ihrer Versicherung. Mit der Superior-Linie und Fibra- bzw. Superior-G3-Geräten ist Grade 3 nach EN 50131 möglich, sofern alle Komponenten diese Stufe erfüllen. Wir legen die Planung entsprechend aus und dokumentieren die eingesetzten Komponenten.
Ersetzt die AJAX-Brandwarnung eine Brandmeldeanlage?
Nein. FireProtect 2 ist eine vernetzte Brandwarnung, keine Brandmeldeanlage nach EN 54. Ob eine Brandmeldeanlage Pflicht ist, legen Brandschutzbehörde und Fachplaner fest.
Wir sind in einer gemieteten Halle. Ist eine Alarmanlage trotzdem möglich?
Ja. Funkkomponenten kommen mit wenigen Bohrlöchern aus und lassen sich bei einem Umzug mitnehmen. Für Kabelarbeiten und Aussenmontagen braucht es die Zustimmung der Eigentümerschaft; wir stimmen das gern mit Ihnen ab.
Wie wird ein Alarm ausserhalb der Betriebszeiten weitergeleitet?
Die Zentrale meldet Alarme per App an definierte Personen und kann über SIA DC-09 oder Contact ID auf eine Alarmempfangsstelle aufgeschaltet werden. Foto- und Videoverifikation werden weitergeleitet, wenn die Leitstelle das unterstützt.
Industrieareal begehen – kostenlos und unverbindlich
Wir kommen zu Ihnen, sehen uns Hallen, Tore und Aussenflächen an und zeigen, wie eine AJAX-Alarmanlage zu Ihrem Schichtbetrieb passt. Die Beratung vor Ort ist kostenlos, Installation und Inbetriebnahme übernehmen wir selbst. Rufen Sie uns an unter 061 373 11 66 oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular.
Service und Wartung über die Jahre
Eine Industrie-Alarmanlage verändert sich mit dem Betrieb: eine neue Halle, umgestellte Regale, neue Mitarbeitende. Wir passen Gruppen und Rechte an, ergänzen Melder und prüfen bei der periodischen Wartung der Alarmanlage Batteriezustand, Funkverbindungen, Sabotagekontakte und Kameraausrichtung. Die Batterielaufzeit der Funkmelder hängt stark von den Einstellungen ab; die App zeigt den Zustand frühzeitig an, sodass ein Wechsel geplant statt notfallmässig erfolgt.
